Aktuell

Daniel Hofer wird Leiter BLS Personenverkehr

Bern, 18. Februar 2018

Daniel Hofer leitet neu den Geschäftsbereich Personenverkehr bei der BLS AG und wird Mitglied der Geschäftsleitung. Der 36-jährige Berner arbeitet seit 2011 als Leiter Vertrieb bei der BLS. Profiliert hat er sich zuletzt mit der Vermarktung der Ticket-App Lezzgo.


Der Verwaltungsrat der BLS AG hat an seiner Sitzung vom 15. Februar 2018 Daniel Hofer zum neuen Leiter des Geschäftsbereichs Personenverkehr und zum Mitglied der Geschäftsleitung gewählt. Daniel Hofer tritt die derzeit vakante Stelle per Ende Februar 2018 an. Er arbeitet seit 2011 als Leiter Vertrieb bei der BLS. Zuvor war Daniel Hofer als Senior Consultant bei der SBB im Bereich Unternehmensentwicklung mit den Schwerpunktthemen Konzernstrategie und zukünftiges Preissystem tätig. Von 2006 bis 2011 arbeitete er bei der Pricewaterhouse Coopers AG in der Wirtschafts- und Strategieberatung und war zudem verantwortlich für Innovations- und Geschäftsentwicklungsprozesse.

Daniel Hofer studierte an der Universität Genf Internationale Beziehungen und absolvierte an den Universitäten Bern und Rochester einen Executive Master of Business Administration. Er ist 36 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Bern.

Zum Personenverkehr der BLS, den Hofer neu leitet, gehören der Personenverkehr der Bahn, die Schifffahrt auf Thuner- und Brienzersee, der Busverkehr und der Autoverlad Lötschberg/Simplon. BLS-Chef Guillelmon leitete die Sparte seit September ad interim. Mit der internen Nachfolgelösung gewährleistet die BLS Kontinuität in dieser zentralen Funktion.

Der KVöV gratuliert Daniel Hofer zum neuen Job in der Geschäftsleitung der BLS und wünscht ihm viel Erfolg.

 


KVöV - Bulletin Dezember 2017

KVÖV - Bulletin Dezember 2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Zu dieser Zeit im Jahr finden traditionellerweise Lohngespräche zwischen den Sozialpartnern statt. Es zeigt sich eine gewisse Entspannung, entsprechend zufriedenstellend sind die mit SBB Cargo International und Login erzielten Resultate. Unsere Verbandsarbeit trägt Früchte!


Mit dieser Ausgabe des Bulletins verabschiedet sich Pierre-Yves Udriot aus dem Redaktionsteam des KVöV-Bulletins. Seit 2009 diente er dem KVöV als Übersetzer Deutsch – Französisch und als Mitredaktor der französischen Bulletin-Ausgabe. Vor seiner Zeit hatten wir sprachlich gemischte Versionen der Website und des Bulletins, mit einem Schwergewicht der deutschen Sprache. Dank seiner freiwilligen Mitarbeit konnten wir für unsere Mitglieder französischer Muttersprache eine schnelle und gleichwertige Information sicherstellen. 

Lieber Pierre-Yves, herzlichen Dank für dein Engagement, deine Loyalität und natürlich für dein Talent, nicht nur die Worte, sondern auch den tieferen Inhalt unserer Texte zu übersetzen. Dank auch deiner Familie, die wohl manchen Abend ohne dich verbringen musste, weil du mit Le Petit Robert und online Übersetzerdiensten für den KVöV beschäftigt warst!


Pierre-Yves ist ein leuchtendes Beispiel einer leider aussterbenden Species: Leute, die sich freiwillig in ihrer Freizeit im Milizsystem für etwas engagieren. Lesen Sie dazu auch den Artikel «Ehrenamt und Milizsystem».


Weihnachtsgrüsse


Zum Jahresausklang wünsche ich Ihnen angenehme Stunden in fröhlicher und besinnlicher Runde im Kreis der Familie, aber auch Ruhe und Zeit zum Entspannen. Gleichzeitig wünsche ich einen guten Start über die Brücke ins neue Jahr und viel Glück und Erfolg bei all Ihren Projekten und Plänen.


Ich bedanke mich für die Treue, die Sie uns entgegenbringen und wir freuen uns darauf, auch im nächsten Jahr für SIE da zu sein. Bis dahin: „Auf Wiederlesen“ im neuen Jahr 2018.


Herzliche weihnachtliche Grüsse und schöne, besinnliche Feiertag.


Markus Spühler
Präsident KVöV


Inhalt Bulletin 85

1. Die nächsten Anlässe – Agenda 
2. Ehrenamt und Milizsystem 
3. Wieso ist eine KVöV-Rekrutierung so schwierig? 
4. KVöV am Kaderrapport der SBB Transportpolizei TPO 
5. SBB gibt Kadern mehr Spielraum für Abgeltungen 
6. SBB Personenverkehr: Lösung für PEX beim Auslagenersatz 
7. SBB Infrastruktur: Neue BAR für die Intervention 
8. Erfolgreiche Lohnverhandlung mit SBB Cargo International für 2018 
9. Login: Guter Lohnabschluss für 2018 
10. BAV-(fast-) Entscheid zur Fernverkehrskonzession 
11. SBB: Informationen – kurz, aber wichtig 
12. BLS vertieft Planung für eine neue IH-Anlage im Westen Berns 
13. Definierte Qualität und mehr Orientierung für die Kunden 
14. SBB: Neue Regelung zur Definition der Feiertagsbrücken 
15. SBB Cargo International: Leiter Human Ressources HR geht 
16. Bundesrat will SBB Cargo nicht verselbständigen 
17. Neuer Leiter Unternehmensentwicklung der RhB 
18. ÖBB: Die neuen Nachtzüge florieren: 1,4 Millionen Nachtzug-Tickets 
19. Neuer Anlauf für die Sicherung der Altersvorsorge 
20. Keine Überprüfung des Mindest-Zinssatzes für PK 
21. Reduziertes Arbeitspensum – Ferien und Feiertagsentschädigung? 
22. KPT – Vorerst keine Änderungen am Kollektivvertrag für 2018 
23. MAMMUT: Entdecke die schönsten Ecken Luzerns – jeden Donnerstag 
24. Mit Atupri gesund ins neue Jahr starten 
25. Unser Kontakt und wichtige Informationen 
26. Bulletin des Kaderverbandes des öffentlichen Verkehrs - Impressum 
 

 

 Bulletin #85 - Dezember 2017




Stellenabbau bei SBB mit „RailFit 20/30“: Der KVöV beobachten die Umsetzung genau

In der Medienkonferenz vom 22. September 2016 informiert die Leitung der SBB AG, weshalb das Programm „RailFit 20/30“ eingeführt wurde und welche Auswirkungen es vor allem auf die Mitarbeitenden in den Jahren 2017 – 2020 haben wird.

Netto sollen insgesamt 1‘200 Vollzeitstellen über 4 Jahre abgebaut werden. Droht ein Verlust von Bahn-Knowhow, und sind Qualität und Sicherheit negativ tangiert?

Die betriebswirtschaftlichen Fakten und die personellen Auswirkungen

Die Ausgangslage und die teils düsteren Zukunftsszenarien, welche die SBB-Führung zu diesem Sparprogramm von insgesamt CHF 1,2 Mrd. führten, wurden in der Medienmitteilung der SBB hinlänglich aufgezeigt. Der Abbau betrifft netto, d.h. in der Summe von Personalabbau und –aufbau rund 1‘200 Vollzeitstellen. Im Einzelnen sehen die angestrebten Zahlen so aus:

Der Personalbestand soll sich zwischen 2017 - 2020 von 33‘147 FTE auf 32‘112 Vollzeitstellen reduzieren, und zwar parallel durch einen Abbau von 2'912 FTE bei einem gleichzeitigen Aufbau von 1‘609 FTE. Zurecht spricht man auch von einem Grossumbau der Unternehmung, da infolge des technologischen Fortschritts zukünftig Mitarbeitende in einem neuen Berufsbild benötigt werden.

Betroffen vom Abbau 2017 – 2020 sind gemäss aktueller Planung

  • 'indirekt Produktive' wie Büropersonal, Fachleitungen: -500
  • Zugverkehrsleiter und Ereignismanagement / Intervention: -250
  • Verkaufspersonal: -220
  • Rangierpersonal: -165
  • weitere 60 Berufsgruppen: -140

verteilt über alle Divisionen der SBB.

Gemäss SBB soll der Abbau dank der sogenannten ‚natürlichen Fluktuation‘ über die 4 Jahre sozialverträglich möglich sein. Ziel der Leitung SBB bezüglich Arbeitsplätzen ist –es klingt auf den ersten Blick paradox- die Erhaltung von zukunftssicheren, nachhaltigen Arbeitsplätzen.

Hier sieht der KVöV seine Aufgabe im Programm „RailFit 20/30“

Der Kaderverband des öffentlichen Verkehrs KVöV ist natürlich betroffen über die hohe Zahl der abzubauenden Stellen – dahinter stehen immer Menschen samt ihren Familien. Als Vertreter der Kader kann der KVöV die markt- und betriebswirtschaftliche Argumentation für den Umbau / Abbau zwar nachvollziehen. Auch kann er das strategische Ziel, die Zukunft der Unternehmung und damit nachhaltige Arbeitsplätze in einem sich stark ändernden Marktumfeld zu sichern, unterstützen. Seit langem deckt sich diese Zielsetzung mit der praktischen Arbeit des KVöV.

Der KVöV ist überzeugt, dass ein sozialverträglicher Umgang mit den Mitarbeitenden, die vom Stellenabbau betroffen sind, in der verhältnismässig langen Periode über die 4 Jahre nicht nur möglich, sondern ein Muss ist. Zusammen mit den übrigen Sozialpartnern, die die Mitarbeitenden der SBB vertreten, sieht es der KVöV als seine prioritäre Aufgabe, den gesamten Umbauprozess in dieser Hinsicht sorgfältig zu verfolgen. Bereits hat die SBB zugesagt, vierteljährlich auf höchster Ebene den Sozialpartnern ein detailliertes Controlling zu präsentieren und über Verbesserungsmassnahmen gemeinsam zu diskutieren.

Das Programm löst mit dem Abbau / Umbau beim Personal Unsicherheiten und auch Ängste aus. Einmal mehr sind die Kader der Unternehmung gefordert, unter noch schwierigeren Umständen zu führen. Auch der angekündigte Wegfall einer ganzen Führungshierarchie vergrössert die Führungsspanne und erschwert die tägliche Arbeit. Auch hier wird der KVöV genau hinschauen und sofort intervenieren, wenn die Belastung zu gesundheitlichen Auswirkungen bei den Kadern führt.

Hier setzt sich der Kaderverband ein

  • Die verbleibenden Mitarbeitenden werden nach dem Abbau mehr Arbeit mit weniger Händen zu bewältigen haben. Damit sind Auswirkungen auf die Gesundheit vorprogrammiert. Der KVöV wird dies genau verfolgen und entsprechend reagieren.
  • Zusätzlich hat die SBB kommuniziert, dass die bisher vom Unternehmen bezahlten Prämien für die Pensionskassen-Risikoversicherung von der den Mitarbeitern mitfinanziert werden soll. Die SBB strebt eine Maximalversion an, die zu einer Lohnreduktion von 0,8% führen würde. Der KVöV verlangt mindestens eine Beteiligung, die zu einer geringeren Belastung der Mitarbeitenden führt.

Für den KVöV ist der angekündigte Lohnabbau unverständlich, wo doch einmal mehr zufriedene und engagierte Mitarbeitende dringend gebraucht werden! Nur dank ihnen kann die SBB weiterhin einen sicheren, pünktlichen und von den Kunden geschätzten Betrieb gewährleisten.

Kontakte KVöV:

Markus Spühler, Präsident KVöV
+41 79 223 05 25
markus.spuehler@kvoev-actp.ch

Heinz Wiggenhauser, Marketing & Kommunikation
+41 79 611 95 30
heinz.wiggenhauser@kvoev-actp.ch